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Actelion - ein Spin-off schreibt Erfolgsgeschichte

21.01.2010 10:17

Lörrach. Seit 1997 ist das Schweizer Unternehmen Actelion Pharmaceuticals auf dem Markt. Wie sich das Unternehmen - das als Spin-off von HofmannLa Roche entstand - in wenigen Jahren zu einem weltweit agierenden biopharmazeutischen Unternehmen mit 2000 Mitarbeitern in 25 Ländern und einem Umsatz von rund 1,5 Mrd. Schweizer Franken mauserte, war Gegenstand des ersten Vortrags des Studium Generale an der DHBW Lörrach nach der Winterpause.

Dr. Schwarz (Mitte) im Gespräch mit Rektor Dr. Bernd Martin und Studiengangsleiter Dr. Sproll.

Dr. Schwarz (Mitte) im Gespräch mit Rektor Dr. Bernd Martin und Studiengangsleiter Dr. Sproll.

Erfolg macht neugierig und so waren zu dem Vortrag von Dr. Otto Schwarz, seit 2007 President Business Strategy von Actelion, viele Studierende, Ehemalige und andere Gäste in das Auditorium der DHBW gekommen. In Europa ist Actelion Marktführer und konzentriert sich dabei auf nur wenige Produkte gegen Lungenhochdruck. Mit seinem Flaggschiff "Tracleer" generiert Actelion den weitaus größten Anteil seines Umsatzes. Die Vision und Prinzipien des Weltunternehmens umriss Schwarz in klaren Worten: "Wir wollen Medikamente nach eigenen Prinzipien und Vorstellungen entwickeln. Wir wollen hervorragende Produkte entwickeln. Wir wollen die Grenzen des Wissens weiter entwickeln."

Dass der Wettbewerb durchaus nicht schläft, weiß Schwarz. Und so berichtet er anschaulich und mit einer charmanten wienerischen Note über die Anstrengungen von Actelion, weiterhin in Europa Nummer Eins zu bleiben und weltweit eines der ersten fünf Unternehmen in seinem Produktsegment zu werden. Die "Must-Win-Battles" seien die Maximierung des Portfolios, innovative Produkte, strategische Partnerschaften, Optimierung der Prozesse und Abläufe sowie kompetente und engagierte Mitarbeiter. Unsere Produkte beeinflussen die Mortalität und den Verlauf von Krankheiten", dies sei ist eine große Verantwortung für alle.

Die "fetten Jahre" der pharmazeutischen Industrie seien vorbei. So selbstverständlich wie früher wird in dieser Branche kein Umsatz mehr generiert. Wachsende Anforderungen, u.a. durch neue Auflagen und Gesetze, strukturelle Veränderungen fordern ihren Tribut. "Dieser Industriezweig ist auf der Suche nach seiner Zukunft", so Schwarz. Viele Unternehmen würden scheitern, weil sie in Zeiten des Erfolges die Zukunft aus den Augen verloren haben. "Erfolg ist immer der erste Schritt zum Misserfolg", so Schwarz. Und ergänzt: "Möglicherweise haben wir das Modell der Zukunft gefunden."